Die Geschichte von Holland Lift

Aus dem Gedanken heraus entstanden, dass es immer Verbesserungspotenzial gibt.

Holland Lift wurde 1984 von den geschäftstüchtigen Ingenieuren Gerrit de Gier und Martin Haak gegründet. Sie hatten über Jahre hinweg Erfahrungen mit den Möglichkeiten und Unzulänglichkeiten amerikanischer Scherenbühnen gesammelt und hielten es für an der Zeit, es besser zu machen. Gerrit und Martin wollten die Technik der Scherenarbeitsbühnen im wörtlichen und übertragenen Sinne auf ein höheres Niveau bringen. Die Gründung von Holland Lift ergab sich aus ihrer Leidenschaft für kreatives Engineering in Kombination mit ihrem Innovationsdrang. An dieser Leidenschaft und diesem Innovationsdrang hat sich bis heute nichts geändert.

Amerikanisch, bloß besser

Die berufliche Laufbahn von sowohl Gerrit de Gier als auch Martin Haak begann in einem technischen Unternehmen. Martin arbeitete zunächst für ein Ingenieurbüro, Gerrit für ein Unternehmen, das u.a. Kranreparaturen vornahm. Irgendwann beschlossen die beiden, sich selbständig zu machen: Martin als freiberuflicher Ingenieur und Gerrit im Bereich der Kranreparaturen. Martin kam mit einem Unternehmen in Kontakt, das amerikanische Scherenbühnen importierte und in Europa verkaufte. Scherenbühnen befanden sich zu dem Zeitpunkt auf dem Höhenflug, und immer mehr Unternehmen erkannten ihre Vorteile gegenüber Gerüsten und Leitern. In der Zeit arbeiteten Martin und Gerrit im Bereich von Spezialhebezeugen bereits regelmäßig zusammen.

Die amerikanischen Arbeitsbühnen wiesen jedoch regelmäßig Mängel auf und mussten dann in Gerrit de Giers Betrieb repariert werden. Da Gerrit sich mit der Reparatur und dem Bau von Scherenbühnen und Mobilkränen bestens auskannte, schien es ein logischer Schritt zu sein, ein gemeinsames Unternehmen zu gründen und bessere Scherenarbeitsbühnen zu bauen.

Von A bis Mercedes

Zunächst produzierte Holland Lift die A-Serie, wobei es sich um eine Scherenbühne handelte, die stärker und stabiler als alle Modelle von amerikanischen und deutschen Konkurrenten war. Leo von Ham – der Ingenieur, der diese Scherenbühne berechnete und zeichnete – bezeichnete dieses Modell damals als den Mercedes unter den Hubarbeitsbühnen. Der Qualitätsunterschied ergab sich infolge der besseren Berechnungen, der intelligenteren und besseren Konstruktion und der präziseren Fertigung.

Die A-Serie war mit einer vierarmigen Schere und einem Teleskopzylinder ausgestattet. Das erste Modell erreichte eine Höhe von 9,5 Metern, aber mit der steigenden Nachfrage wuchsen auch die Anforderungen an die Arbeitshöhe. Das letzte Modell der A-Serie kam bis auf eine Höhe von 20 Metern. Die A-Serie wird schon lange nicht mehr gebaut, aber die Assoziation mit dem Mercedes unter den Hubarbeitsbühnen blieb mit jeder darauffolgenden Serie bestehen (und wird auch weiterhin angestrebt).

Immer auf der Suche nach Verbesserungen

Dem starken Wachstum von Holland Lift lag immer die Innovation als treibende Kraft zugrunde. Und das nicht mal, weil die Kunden es verlangten, sondern vielmehr, weil Technikfans wie Martin, Gerrit und Leo und deren Nachfolger immer weiter voller Begeisterung an Innovationen arbeiteten. Das führte schon in einem frühen Stadium zu Entwicklungen, die man zum Teil erst heutzutage erwarten würden: Elektro- und Hybridantrieb, zwei- und dreiarmige Scheren und verlängerbare Arbeitsplattformen.

Das kontinuierliche Streben nach Verbesserung hat dafür gesorgt, dass Holland Lift auch weiterhin „the brand to beat“ ist – also die Marke, die es zu schlagen gilt. Unsere Hubarbeitsbühnen wurden im Laufe der Jahre oft kopiert, aber - in den Augen vieler - nie erreicht. Dank unseres innovativen Charakters wendeten sich auch Kunden mit speziellen Anforderungen an Holland Lift. So ist zum Beispiel die weltweit einzige Scherenbühne mit abgerundeter Arbeitsplattform im Museum Panorama Mesdag in Scheveningen im Einsatz.

Gemeinsame Leidenschaft

Seit einigen Jahren befindet sich Holland Lift zu 100% im Besitz von ProDelta, einem Familienunternehmen, das kurz nach dem Zweiten Weltkrieg die Hovago Cranes BV gründete. Die beiden Unternehmen teilen die Leidenschaft für Qualität, Innovation und Arbeit auf hohem Niveau. Dank ProDelta kann Holland Lift sich noch gezielter auf die Konstruktion, die Entwicklung und den Bau der weltweit besten Scherenbühnen konzentrieren. Kreatives Engineering – ganz so wie Martin Haak und Gerrit de Gier es sich damals vorstellten.